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Bitcoin - Engel oder Teufel?

Artikel - Bitcoin - Engel oder Teufel?

Abgesehen vom Datenschutz, autonomen Systemen und künstlicher Intelligenz, gibt es noch das grosse Fragezeichen der Kryptowährungen, allen voran Bitcoin. Ist er wirklich des Teufels oder eher ein Segen?

Von ein paar Rappen bis zu tausenden, ja sogar Millionen Franken, all das und nichts davon soll er Wert sein. Ja was denn nun? Was der Bitcoin bereits jetzt besser kann als der Rappen - Er spaltet besser. Ob Gemüter, Kontostände oder die Technik-Szene, nichts scheint vor den Kryptowährungen sicher zu sein. Doch wohin wird die Reise gehen?

Du gibst mir, ich gebe dir

Warum gibt es überhaupt Geld? Die Fähigkeiten, Mittel und Zeit eines jedes Menschen sind begrenzt. Nebst dem Beruf bleibt meist nicht viel vom Tag übrig, um noch all die anderen begehrenswerten Güter selbst herzustellen. Aber zum Glück bietet man selbst ja auch etwas an, was andere wollen. Um auch das zu bekommen was andere haben, gibt es eine einfache Lösung: Den Handel. 

Wollte ein Bauer Hufeisen für seine Pferde, ging er zum Schmied und bezahlte z.B. mit Getreide, das wiederum dem Schmied fehlte. Gewisse Güter konnten auch als "Zwischentauschmittel" genutzt werden. So konnte man z.B. Getreide oder Schmuck als Zahlmittel benutzen, obwohl der Abnehmer diese selbst gar nicht im eigentlichen Sinn gebrauchten, jedoch wieder weiteren Handel damit betreiben konnten. Im gleichen Prinzip, wie wir heute Geld einsetzen.

Es folgten weitere "Zwischentauschmittel" von Münzen bis zum Papiergeld. Banken wurde aufgemacht und verstauten die Wertsachen sicher, während die Besitzer Inhaberpapier bekamen und diese wiederum weiterhandeln konnten. 

Wer legt den Wert einer Sache fest?

Seit jeher war das Geld gedeckt durch Güter oder Edelmetalle. Im frühen 20. Jahrhundert wurde diese Deckung von den meisten Staaten aufgehoben und das Fiatgeld eingeführt. Also Geld, dass nicht an Rohstoffe sondern die jeweiligen Regierungen gebunden ist.

Warum früher Vieh oder Getreide als besonders wertvoll und als Zahlungsmittel angesehen wurde, liegt auf der Hand. War der Wert früher den Dingen noch einigermassen einfach beizumessen, so ist es heutzutage nicht mehr so leicht zu ergründen, wieviel Wert z.B. 20 Franken genau haben. Besonders da heutzutage Geld von den Banken aus dem Nichts geschaffen werden kann.

Und was soll jetzt mit Kryptowährungen anders sein?

Im Zuge der Digitalisierung sind wir mittlerweile bei Kryptowährungen angelangt. Vorteile die Kryptowährungen versprechen:

  • Sicher und nicht manipulierbar
  • Unabhängig - Jeder kann seine eigene Bank sein
  • Schnelles und unkompliziertes bargeldloses bezahlen

Da die Kryptowährungen noch in den Kinderschuhen stecken, hat es bei einigen Punkten bereits ordentlich geknallt. Konten wurden von Hacker geplündert und das schnelle und unkomplizierte bezahlen ist oftmals noch genau das Gegenteil davon. Weitere Nachteile sind:

  • Extremer Strombedarf
  • Viele Abzocker in der Szene unterwegs
  • Noch nicht ausgereifte Technik
  • Höchst spekulativer Kurs

Die Welt der Kryptowährungen ist aktuell ein grosses Minenfeld wo auch noch viele Fehler und Erfahrungen gemacht werden müssen, bevor die Nachteile Stück für Stück beseitigt werden können und damit die Vorteile zum glänzen bringen. 

Bitcoin oder doch was anderes?

Ob Bitcoin sich als Kryptowährung durchsetzen wird ist aktuell sehr ungewiss. Als Erster seiner Art wird er wie eine Art "Gold des Internets" gehandelt und behält dieses Image evtl. auch in Zukunft, obwohl wir vielleicht mit anderen Coins unsere Güter bezahlen werden.

Sehr wahrscheinlich werden die Kryptowährungen seitens der Politik und der Finanzbranche mit Regulatoren ausgestattet, um Sicherheiten zu garantieren und wohl auch deswegen, um daran mitzuverdienen. Obwohl dies die Vorteile der Unabhängigkeit von Kryptowährungen wieder zu einem Teil zunichte macht, wird es auf beiden Seiten Kompromisse geben müssen, damit sich die Kryptowährungen als globales Zahlungsmittel Nr. 1 durchsetzen werden.

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