Ein Sprung wie kein Zweiter

Ein Sprung wie kein Zweiter
Chris Casutt

Schwarz-weisse Fernsehbilder bezeugten rauschend die ersten Schritte auf dem Mond, die elektrisierenden Riffs und Solos von Jimmy Hendrix dröhnten durch die Massen von Hippies am Woodstock-Festival und die Nadel des Plattenspielers hat man noch auf Schallplatten von Elvis oder der Beatles gelegt. Falls Sie ein Zeitzeuge dieser epochalen Zeiten oder noch früherer Jahre sind, gebührt Ihnen mein vollster Respekt bezüglich Ihrem Umgang mit der heutigen Technik.


Respekt für die Anpassung und das Durchlebte

Das letzte Jahrhundert schmiedete allerhand technischer Erfindungen oder schliff bestehende Erfindungen zu massentauglichen Komfort-Diamanten. Abgesehen von der industriellen Revolution ist eine solch einschneidende und rasante technische Entwicklung wohl einzigartig in der Weltgeschichte. Dies bedingte natürlich eine ebenso rasante Anpassung der Menschen an die neuen und bisher unvorstellbaren Möglichkeiten. Falls Sie also bereits zu Zeiten des zweiten Weltkrieges oder der Mondlandung auf der Welt waren, so haben Sie bis heute ein beachtliches Stück Anpassung hinter sich gebracht. Dafür verdienen Sie Respekt. Noch mehr Respekt, je mehr Sie sich den Veränderungen öffnen und nicht verschliessen.

Unvorstellbar ist passé, nun ist alles möglich

Für die jungen Generationen spurtet die Entwicklung immer schneller voran. Doch mit smarter Technik aufgezogen, sind unsere Nachkommen für zukünftige Entwicklungen besser gerüstet, da diese verwandter technischer Natur sein wird. Ob Chip im Gehirn, das selbstfahrende oder fliegende Auto, Steuerung durch Gedanken oder virtuelle Realitäten: Das alles wird nicht den gleichen technischen Sprung bedeuten, wie ihn die Menschen des 20. Jahrhunderts gemacht haben. Denn das Unvorstellbare ist uns heutzutage genommen. Durch den digitalen Fortschritt der Berichterstattung, der Filme und Spiele, wird uns bereits heute alles Zukünftige bis ins kleinste Detail vorstellbar gemacht. Meistens so realistisch, dass wir uns an zukünftige Veränderungen bereits im Voraus gewöhnen können.
Wenn also ein Zeitzeuge der Mondlandung Sie um Hilfe am Smartphone oder Computer bittet, seien Sie geduldig und zollen Sie den verdienten Respekt. Diese Person hat vermutlichen den grössten Sprung der Menschheit zu meistern. Den Sprung ins digitale und technische Zeitalter. Für viele der jungen Generationen: unvorstellbar.


Dieser Artikel wurde am 22.06.2015 in folgenden Zeitungen publiziert: Südostschweiz Graubünden, Südostschweiz Glarus, Südostschweiz Gaster/See sowie Sarganserländer. 
Zeitungsausschnitt aus der Südostschweiz Graubünden:

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