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Die Arbeitsfreizeit für jedermann

Unter der Woche mal ausschlafen, nach dem Mittag die Siesta ein wenig verlängern und bei schönem Wetter einfach an den See fahren. Beim Klang dieser Szenarien verfällt man leicht ins Schwärmen und das im Kopf gepinselte Ferien-Gemälde schwebt von einer Sommerbrise getragen, am inneren Auge vorbei. Solch schöne Aussichten mit Arbeit in Einklang zu bringen, undenkbar!

Die wirklich wichtigen Fragen

So mancher scheut die bohrenden und niemals endenden Fragen von Kindern, wie den Bohrer beim Zahnarzt. Spätestens nachdem man das fünfte «Warum?» auf eine Antwort kassiert hat, reisst vielen der Geduldsfaden. Dabei machen es Kinder goldrichtig und viele Erwachsene kreuzfalsch.

Vertrauen Sie Ihrem Butler?

In diesen hektischen Zeiten kommen die elektronischen Heinzelmännchen wie gerufen. Einem Butler gleich, nehmen sie uns mühsame Arbeiten ab. Die Freude über den angeschafften Butler überblendet oft die Schande, dass der Butler und sein Auftraggeber alles über Sie erfahren werden.

Die paradoxe Kuh bellt miau

Trübsal blasen ist untertrieben. Ein Orkan der höchsten Stufe schleuderte Trübsal wie Trümmerteile durch das ganze Zugabteil und hinterliess eine Spur der Verwüstung. Tief gepflügte, hängende Mundwinkel und glasige Augen, die wie Staumauern die unterdrückten Wünsche gefangen hielten. Selbst der schäbigste Kartoffelsack würde mehr Elan versprühen und mit einer besseren Körperhaltung glänzen. Wer Manns genug ist, sich das tägliche Massaker an der Lebensfreude mitanzusehen, sollte sich in einen morgendlichen Pendlerzug setzen.

Selber machen oder machen lassen?

Vielen Menschen wird es in der Bauchgegend unwohl, wenn sie die Umsetzung einer wichtigen Sache in fremde Hände legen. Menschen mit anderer Erziehung, anderem Geschmack, anderer Fantasie und anderer Lebenseinstellung, sollen häufig wichtige Dinge für uns erledigen. «Wenn das nur gut kommt!»

«Ja» ist tapfer, «Nein» ist erlösend

«Nein» ist ein Geschenk. Es stuft das eigene Bedürfnis als höchstes Gut auf Erden ein. Das «Ja» wird als Sonnenschein angesehen, als fürsorglich, wohlwollend und mitfühlend, als das Gute. Das «Nein» hingegen hat den Ruf einer finsteren Nacht, missgünstig und hinterlistig, das Böse in Wortgestalt.

Ein Sprung wie kein Zweiter

Schwarz-weisse Fernsehbilder bezeugten rauschend die ersten Schritte auf dem Mond, die elektrisierenden Riffs und Solos von Jimmy Hendrix dröhnten durch die Massen von Hippies am Woodstock-Festival und die Nadel des Plattenspielers hat man noch auf Schallplatten von Elvis oder der Beatles gelegt. Falls Sie ein Zeitzeuge dieser epochalen Zeiten oder noch früherer Jahre sind, gebührt Ihnen mein vollster Respekt bezüglich Ihrem Umgang mit der heutigen Technik.

Von Scharfschützen und Mülltrennung

Tief ein- und ausatmen, die Arme ruhig halten und das Ziel anvisieren. Um nicht zu verziehen, Atem nun anhalten und sobald der perfekte Augenblick da ist: Abdrücken! Et voilà, schon hat man ein weiteres Foto geschossen. In diesem Fall war es ein astreiner Kopfschuss. Die Haare, Augen, das süsse Lächeln, alles Wichtige ist drauf. Eiskalt berechnet und durchgezogen

Schlechte Nachrichten sind kein Muss

Da ein Anschlag, dort eine Epidemie, noch ein wenig mit einem Familiendrama würzen und das Ganze mit einem drohenden Krieg abschmecken. Fertig ist die Tagesschau-Depression. War man bisher dem Fernsehprogramm weitgehend ausgeliefert, ist heute im Internet jeder sein eigener Regisseur.

Wahrheit oder Pflicht

Nicht alle sind Sprengstoffexperten, Journalisten, Biologen, Physiker oder Politiker. Meist vertiefen sich Menschen in ihrem gesamten Leben bloss in ein oder zwei Fachgebieten so sehr, dass sie die Wahrheit von der Lüge unterscheiden können. Den Grossteil des Lebens vertrauen wir somit auf die Taten und Aussagen anderer. Selbst der strengste Atheist oder alles hinterfragende Wissenschaftler glaubt mehr in seinem Leben, als er die Wahrheit aus eigener Erfahrung her kennt.

Herzen mit globaler Reichweite

Mal abgesehen von einer guten Gesundheit, was wollen wir wirklich? Geld? Sex? Cumulus-Punkte? Die Werbung überhäuft uns mit so vielen Wünschen und Sehnsüchten, dass uns die freie Sicht auf die wahre Antwort vernebelt wird. Trotzdem ist die Antwort leichter zu finden als man denkt: Achten Sie auf das nächste Lied im Radio, wenn es nicht von Liebe handelt, so verwette ich meine Besen-Sammlung darauf, dass es das darauffolgende Lied tut.